MP3-Player und –Dateien: Das Streben nach Perfektion

Immer noch ist MP3 (eigentlich MPEG Audio Layer 3) das Format, wenn es um Musik unterwegs geht oder auch bei Downloads aus dem Internet. Vorteil gegenüber der CD ist ganz klar die Größe der einzelnen Datei. Aber vielen ist das immer noch zu groß. Denn wer neben den üblichen Dateien, Dokumenten und Programmen auch eine eigene Musiksammlung hat, der könnte schnell an die Grenzen einer Festplatte gelangen. Deshalb spielt Komprimieren eine immer größer werdende Rolle.

Das ist ein weiterer Vorteil der digitalen Musik. Durch die Komprimierung kann je nach Größe der Ausgangsdatei recht viel Platz gespart werden. So gibt es gewöhnliche Datenraten zwischen 8 und 320 kbit/s. Oft bleiben die Dateien auf dem Rechner in der angeblichen CD-Qualität von 320 kbit/s, um keine Klangqualität einbüßen zu wollen. Jedoch werden gerade für MP3-Player auch gern die Dateien komprimiert, um so möglichst viele Songs auf den Speicher zu bekommen.

Hier war das Problem aber für einige, dass die Klangqualität litt, weil MP3-Komprimierung verlustbehaftet ist. Es gibt zwei Verfahren bei der Komprimierung: die verlustbehaftete Reduktion der Datei und die verlustfreie Kompression. Je nach Dateiformat kann nur eine von beiden angewendet werden. Und da MP3-Dateien beim Komprimieren der Reduktion zugehören, blieb immer etwas Qualität auf der Strecke. Deshalb gibt es seit Längerem auch andere Formate auf dem Markt wie Apple Lossless, WMA Lossless oder auch Free Lossless Audio Codec (.flac, .fla, ggf. und ogg).

Bei diesen Formaten wird die Datei „zusammengestaucht“. Der Vorteil liegt hierbei in der Stauchung, so wird im Gegensatz zur MP3 konstant hohe Qualität geboten. Jedoch beschäftigen sich auch Entwickler mit der Erstellung eines Encoders, der zwar MP3 weiter komprimiert und auch reduziert. Aber die Töne, die weggelassen werden, sind meist für das menschliche Ohr nicht wirklich wahrnehmbar. Beispielsweise wird ein sehr leiser Ton, der nach einem sehr lauten gespielt wird, vom menschlichen Gehör nicht wahrgenommen.

Somit gibt der heutige Stand der Technik schon einiges mehr her, als die früheren Encoder der MP3-Dateien. So sagen Experten, das quasi bei der Komprimierung trotz Reduzierung eigentlich kein Unterschied mehr zu hören ist. Ausnahmen wie bei einem Hörsturz sind hier natürlich nicht eingeschlossen. Da kann es schon passieren, dass man einen Ton „vermisst“. Aber ein gutes Beispiel für gute Komprimierung soll angeblich LAME (habe den Encoder bis jetzt noch nicht selber ausprobiert) sein. Also wer sich einmal versuchen möchte, der kann nicht allzu viel falsch machen, da LAME äußerst gute Kritiken bekommt und zudem noch kostenfrei ist…

 

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